1.10.2010
Wie bereitet man männliche Jugendliche, die im Schulbetrieb Schwierigkeiten hatten, auf eine metalltechnische Berufsausbildung vor? Ein Weg dazu ist jetzt mit der Berufsfachschulklasse der Erasmus-Kittler-Schule von der Planung bis zum Verkauf von Grills begangen worden. Die Schüler produzieren einen Edelstahlgrill, der nicht nur einen erheblichen Gebrauchswert darstellt, sondern auch gut aussieht. Die dabei gesammelten Erfahrungen stellen das lädierte Selbstwertgefühl der Schüler auf ein solides Fundament.
Dazu stellte die kreiseigene Verwertungsgesellschaft Azur sechs Waschmaschinen-Trommeln zur Verfügung; zusätzlich spendierte die interessierte Bevölkerung mehrere Waschmaschinen, aus denen nicht ohne Kraftanstrengung die Trommeln noch auszubauen waren. Im Anschluss daran war eine Entscheidung darüber zu treffen, welche Teile selbst gefertigt werden oder nach Studium von Herstellerkatalogen zugekauft werden können; am Ende belief sich die Summe der Zukaufteile auf 90 Euro. In der Fertigung wurde der nicht leicht zu bearbeitende Edelstahl gebohrt, gebogen, gedreht, geschweißt und geschliffen. Durch einen fertigungstechnischen Kniff ist der Grillrost, der von einem Baumarkt gesponsert wurde, stufenlos in der Höhe verstell- und schwenkbar. Müßig zu erwähnen, dass der Grill nach seiner Fertigstellung einer strengen Erstprüfung unterzogen wurde.
Der VFFB trat in Vorlage für die Projektkosten. Der Gewinn wurde wieder an den VFFB gespendet.
Bericht: Erich Grieger